ein wenig über ..

native peruanische Baumwolle

Die in Peru einheimische, als Luxusfaser klassifizierte, Pima Baumwolle ist eine der edelsten Baumwollsorten der Welt. Genau wie beim Anbau von anderen Produkten wie Kaffee, Wein oder Kaschmir gibt es auch im Bereich der Baumwolle enorme Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen Pflanzen. Die Pflanzen werden nicht alle gleich gezüchtet und sind auf Grund ihrer Anbaugebiete unterschiedlichen Wachstumsbedingungen ausgesetzt, die zu unterschiedlicher Qualität führen. Dank der idealen, äquatorialen, klimatischen Bedingungen in den Tälern nördlich der peruanischen Küste, wo der Boden genau die richtige Menge an Feuchtigkeit aufsaugt, die zum Gedeihen der Pflanze nötig ist, wächst Pima Baumwolle unter exzellenten Bedingungen.

Biobaumwolle aus Peru

Biobaumwolle aus Peru

Maβgeblich für die Qualität jeder natürlichen Faser ist zudem: je länger und glatter die Faser, im Bereich der Baumwolle auch Stapellänge genannt, desto weicher ist sie und desto hochwertiger wird sie eingestuft. Zum anderen ist sie widerstandsfähiger und resistenter gegenüber Verfilzungen. Dies ist dadurch bedingt, dass die Fasern, je länger sie sind, mehrmals umeinander gedreht werden können und sich somit durch eine wesentlich höhere Strapazierfähigkeit auszeichnen. Die Pima Baumwolle erreicht mit einer Faserlänge von bis zu 42 mm fast die doppelte Länge von Standardbaumwollfasern und ist daher besonders gefragt.

 

Pima Baumwolle wird ausschlieβlich von Hand geerntet, was wesentlich umweltfreundlicher ist. Genauso erwähnenswert ist aber, dass durch maschinelles Ernten von Baumwolle meist Verunreinigungen oder Beschädigungen entstehen, was die Geschmeidigkeit der Baumwolle erheblich beeinträchtigt, die Faser beschädigt und meist einen Gelbstich hinterlässt. Dieses Problem wird bei Pima Baumwolle nie auftreten: Pima erhält durch das handerlesene Ernteverfahren einen glänzenden, weiβen Schein und lässt sich dadurch wunderbar bearbeiten und färben. Darüberhinaus eignet sich Pima Baumwolle hervorragend für Allergiker und Menschen, die zu Hautempfindlichkeiten neigen.

 

 

 

 

Die nach Fermín Tangüis benannte Baumwolle zählt ebenfalls zu den edlen Baumwollfasern. Fermín Tangüis züchtete die Baumwollsorte mit Erfolg Ende des 19. Jahrhunderts, als eine groβe Baumwollplage in Peru herrschte. Tangüis Baumwolle charakterisierte sich schon damals durch eine besonders gute Resistenz gegen Krankheiten und Parasiten, sowie eine gute Anpassungsfähigkeit, weshalb sie sich schlieβlich gegen die Plage durchsetzen konnte. Ähnlich wie Pima Baumwolle zeichnet sich Tangüis Baumwolle durch eine sehr lange Faserlänge, von bis zu 33mm, aus und gehört somit ebenfalls zur Gruppe der Baumwollen mit langer Faser. Zudem weist Tangüis Baumwolle eine groβe natürliche Farbenvielfalt auf, von Beige- über Grün- zu Brauntönen. Sie wird in Zentralperu angebaut, zu den Hauptanbaugebieten zählen Lima, Arequipa, Ica und Ancash. Im Bio-Anbau wird auf Pestizide und synthetische Düngemittel verzichtet, somit Grundwasserverschmutzung verhindert und Bodenfruchtbarkeit erhalten. Tanguis-Produkte sind pflegeleicht, in der Maschine bei 30 °C waschbar.